Ukrainehilfe

Das neue Jahr startete und es sah ganz so aus als könnte es ein „normales“ werden. Die Liste mit tollen Ideen, Aktionen und bereits festen Terminen für 2022 füllte sich, doch dann kam alles anders.

Am 24.02.2022 passierte, was niemand für möglich hielt: Krieg. In Europa. In 2022. In der Ukraine.

Nach dem ersten Schock, der bis heute noch nicht verdaut werden konnte, organisierten sich erste Hilfskonvois in Richtung polnisch-ukrainischer Grenze. Spenden wurden gesammelt, auch in Minden, und direkt zur Grenze gebracht. Man erlebte Solidarität, echte Solidarität, Hilfe, Liebe, Freundschaft.

Am 02.03.2022 gab es erste Infos, dass Flüchtende auch Minden erreichen könnten. Hier hatte die Stadt Minden bereits beschlossen, die noch vorhandenen Unterkünfte innerhalb der alten Grundschule Leteln zu reaktivieren. Als Verein war uns direkt klar: Wir packen an! Und dann ging alles noch schneller…

Einige Stunden später bereits Infos, dass in den nächsten Tagen Flüchtende eintreffen.

Am Abend des 03.03.2022 fand eine kurzfristige Infoveranstaltung auf dem Schulhof der alten Grundschule statt, bei der die wenigen bereits vorhandenen Informationen mit den letelner Bürger*innen geteilt wurden. Schon an dem Abend spürte man eine große Hilfsbereitschaft: Freie Wohnungen und Zimmer wurden angeboten, Menschen meldeten sich als Dolmetscher*in zu helfen, Sachspenden, Fahrdienste, Versorgung…und und und…Doch wir sollten Ruhe bewahren und abwarten, denn niemand wusste: Wann könnten die neuen Bewohner*innen ankommen, benötigen sie einen Platz in der Grundschule und wieviele werden es sein.

Gegen 11 Uhr am 04.03.2022 informierte uns Matthias darüber, dass um 13 Uhr die ersten Familien an der Grundschule eintreffen werden und bat um im Namen von Heinz Weihe zum helfende Hände und erste Spenden. Zu dieser Zeit waren bereits zwei Familien angekommen.

Was in den nächsten Stunden passierte, lässt sich kaum noch in Worte fassen: Die Hilfsbereitschaft war unendlich groß. Jede*r packte mit an und half auf ihre*seine Art und Weise: (Wo-)men Power, Sachspenden, Lebensmittelspenden, Organisation, Übersetzung uvm. Bis in die späten Abendstunden sammelten sich unendliche Spenden im Keller der alten Grundschule und fleißige Helfer*innen sortierten, beschrifteten und verteilten alles sorgfältig. Wir konnten keine Spenden mehr annehmen und mussten viele Spender*innen auf andere Sammelstellen verweisen.

Es war, und ist noch immer, unglaublich, wie alle Hand-in-Hand arbeiteten und funktionierten. Alle hatten das selbe Ziel und alle zogen an einem Strang: Wir wollten die Ukrainer*innen herzlich willkommen heißen und es sollte ihnen möglichst an nichts fehlen.

Noch am selben Wochenende wurden auch die letzten freien Betten in der Unterkunft Leteln vergeben und es konnte etwas Ruhe einkehren. Ruhe für die Helfer*innen, vor allem aber für die Bewohner*innen. In den folgenden Tagen konnten wir uns einen Überblick über alles verschaffen und uns für die kommende Zeit organisieren. Und das taten wir. Die Hilfsbereitschaft ist auch heute noch enorm groß und das Engagement nimmt nicht ab. Jeder bringt sich ein, täglich erreichen uns Anfragen von Personen, Unternehmen und anderen Organisationen, die ebenfalls helfen möchten. Und dafür möchten wir auch hier noch einmal DANKE sagen:

Als Heimatverein werden wir unsere neuen Nachbarn auch weiterhin unterstützen und alles geben, damit sie trotz der Geschehnisse in der Heimat hier bei uns eine schöne Zeit haben. Wenn auch ihr unterstützen wollt, könnt ihr dies am besten durch eine Spende.

In den nächsten Tagen und Wochen wird mehr und mehr sichtbar, was noch benötigt wird. Um dann schnell reagieren zu können, haben wir als Heimatverein ein Spendenkonto eingerichtet.

Heimatverein Leteln
Sparkasse Minden-Lübbecke
IBAN: DE86 4905 0101 0043 3308 36
Verwendungszweck: Flüchtlingshilfe Ukraine

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